Erzeugendensystem
Ein Erzeugendensystem ist in der Mathematik eine Teilmenge der Grundmenge einer mathematischen Struktur, aus der durch Anwendung der verfügbaren Operationen jedes Element der gesamten Menge dargestellt werden kann. Speziell heißt das im Fall von Vektorräumen, dass jeder Vektor als Linearkombination von Vektoren des Erzeugendensystems dargestellt werden kann. Im Fall von Gruppen bedeutet dies, dass jedes Gruppenelement als Produkt aus Elementen des Erzeugendensystems und deren Inversen dargestellt werden kann. Es gibt den Begriff des Erzeugendensystems aber auch für weitere algebraische Strukturen, wie Moduln und Ringe, und auch für nichtalgebraische Strukturen, wie topologische Räume.
Das Erzeugendensystem einer vorgegebenen mathematischen Struktur ist in der Regel nicht eindeutig bestimmt. Die Existenz eines Erzeugendensystems ist hingegen meist leicht zu zeigen, da oft die Grundmenge selbst als Erzeugendensystem gewählt werden kann. Häufig wird daher versucht, ein minimales Erzeugendensystem zu finden. Dies ist jedoch nicht immer möglich und allgemeine Existenzbeweise für minimale Erzeugendensysteme machen nicht selten vom zornschen Lemma Gebrauch (siehe beispielsweise die Existenz einer Basis in Vektorräumen).
Allgemein lässt sich auch die von einer beliebigen Teilmenge erzeugte Unterstruktur einer mathematischen Struktur betrachten. Diese Unterstruktur wird Erzeugnis dieser Teilmenge genannt und die Teilmenge selbst heißt dann erzeugende Menge oder Erzeuger der Unterstruktur. So ist jeder Untervektorraum das Erzeugnis einer erzeugenden Menge von Vektoren (nämlich gerade die lineare Hülle dieser Vektoren) und jede Untergruppe das Erzeugnis einer erzeugenden Menge von Gruppenelementen.
Erzeugendensysteme in der linearen Algebra
Definition
Ist
ein Vektorraum über einem Körper
,
dann heißt eine Menge
Erzeugendensystem von
,
falls jeder Vektor aus
als Linearkombination
von Vektoren aus
darstellbar ist. Jeder Vektor
besitzt demnach eine Zerlegung der Form
mit ,
und
.
Eine solche Zerlegung ist im Allgemeinen nicht eindeutig bestimmt. Ein
Vektorraum heißt endlich erzeugt, wenn er ein Erzeugendensystem aus endlich vielen Vektoren
besitzt.
Beispiele
Koordinatenraum
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Ein Erzeugendensystem des reellen Koordinatenraums
besteht aus den sogenannten Standardbasisvektoren
.
Tatsächlich lässt sich jeder Vektor
durch
mit
als Linearkombination dieser Vektoren darstellen. Weitere Erzeugendensysteme
können durch Hinzunahme zusätzlicher „überflüssiger“ Vektoren erhalten werden.
Insbesondere stellt auch die Menge aller Vektoren des
ein Erzeugendensystem des
dar. Es gibt auch Erzeugendensysteme, die die Vektoren
nicht enthalten. Beispielsweise ist
ein Erzeugendensystem des ,
denn jeder Vektor
lässt sich auch durch
darstellen.
Polynomraum
Ein Beispiel eines nicht endlich erzeugten Vektorraums ist der Polynomraum
der Polynome
mit reellen Koeffizienten in einer Variablen
.
Ein Erzeugendensystem des
ist die Menge der Monome
.
Dies ist ein Erzeugendensystem, weil sich jedes Polynom vom Grad
als
,
also als (endliche) Linearkombination von Monomen darstellen lässt. Auch hier gibt es viele weitere Erzeugendensysteme, zum Beispiel die Legendre-Polynome oder die Tschebyschow-Polynome. Man kann aber zeigen, dass der Polynomraum kein endliches Erzeugendensystem besitzt.
Folgenraum
Ein weiteres Beispiel eines nicht endlich erzeugten Vektorraums ist der Folgenraum
der reellen Zahlenfolgen
mit
für
.
In diesem Fall stellt jedoch die naheliegende Wahl von
kein Erzeugendensystem von
dar, weil sich nicht jede Folge als (endliche) Linearkombination der
darstellen lässt. Dies ist lediglich für Folgen möglich, bei denen nur endlich
viele Folgenglieder ungleich Null sind. Ein Erzeugendensystem von
besteht zwangsläufig aus überabzählbar
vielen Elementen.
Nullvektorraum
Der Nullvektorraum
,
der nur aus dem Nullvektor
besteht, besitzt die beiden Erzeugendensysteme
und
.
Die leere Menge bildet ein Erzeugendensystem des Nullvektorraums, da die leere Summe von Vektoren per Definition den Nullvektor ergibt.
Minimalität
Ein Erzeugendensystem
heißt minimal, falls kein Vektor
existiert, sodass
weiterhin ein Erzeugendensystem von
ist. Gemäß dem Basisauswahlsatz
kann aus jedem nicht-minimalen Erzeugendensystem durch Weglassen „überflüssiger“
Elemente ein minimales Erzeugendensystem ausgewählt werden. Das ist leicht im
Fall endlich-dimensionaler Vektorräume zu sehen, im Fall unendlich-dimensionaler
Vektorräume benötigt man für den Beweis das Lemma
von Zorn.
Ein minimales Erzeugendensystem
besteht stets aus linear
unabhängigen Vektoren. Wären nämlich die Vektoren in
nicht linear unabhängig, dann gibt es einen Vektor
,
der sich als Linearkombination von Vektoren in
darstellen lässt. Dann lässt sich aber jede Linearkombination von Vektoren aus
auch als Linearkombination von Vektoren in
schreiben und
wäre nicht minimal. Jedes minimale Erzeugendensystem stellt somit eine Basis des
Vektorraums dar, das heißt jeder Vektor des Raums lässt sich eindeutig als
Linearkombination der Basisvektoren darstellen.
Erzeugte Untervektorräume
Zu einer beliebigen Menge
kann auch der von
erzeugte Untervektorraum
betrachtet werden. Zur Konstruktion von
gibt es die folgenden beiden Verfahren.
Bei dem ersten Verfahren wird der Durchschnitt aller
Untervektorräume von ,
die
enthalten, betrachtet. Dies ist selbst ein Untervektorraum von
,
da der Durchschnitt einer nichtleeren Menge von Untervektorräumen wiederum ein
Untervektorraum ist, und
mit sich selbst zumindest einen Untervektorraum besitzt, der
enthält. Dieser Untervektorraum ist der kleinste Untervektorraum im Sinne der Inklusion,
der
als Teilmenge enthält.
Bei dem zweiten Verfahren wird die Menge aller möglichen Linearkombinationen
von Elementen der Menge
betrachtet. Diese Menge wird die lineare
Hülle von
genannt und mit
bezeichnet. Der Untervektorraum
ist damit genau der von
im Sinne der obigen Definition erzeugte Vektorraum. Die Menge
ist also ein Erzeugendensystem von
.
Erzeugendensysteme in der Gruppentheorie
Definition
Ist
eine Gruppe,
dann heißt eine Teilmenge
ein Erzeugendensystem von
,
wenn sich jedes Element
als endliches Produkt von Elementen aus
und deren Inversen darstellen lässt. Das heißt jedes Gruppenelement hat eine
Darstellung der Form
mit
und
oder
für
.
Eine solche Zerlegung ist im Allgemeinen nicht eindeutig bestimmt. Eine Gruppe
heißt endlich
erzeugt, wenn sie ein Erzeugendensystem aus endlich vielen Elementen
besitzt.
Beispiele
Gruppe der ganzen Zahlen
Ein anschauliches Beispiel ist die Gruppe
der ganzen
Zahlen mit der Addition
als Verknüpfung und dem neutralen
Element
.
Die erlaubten Operationen sind hier die Addition von Zahlen und der Übergang zum
Negativen einer Zahl. Diese Gruppe wird von der einelementigen Menge
erzeugt, denn jede positive Zahl lässt sich durch sukzessive Addition
aus der
gewinnen und alle weiteren durch
.
Analog ist auch
ein Erzeugendensystem von .
Diese beiden Erzeugendensysteme sind minimal, denn ihre einzige echte Teilmenge
ist die leere Menge, und diese stellt kein Erzeugendensystem für
dar. Ein weiteres Erzeugendensystem ist
,
denn
und durch
wird bereits ganz
erzeugt. Es ist sogar minimal, das heißt keine echte Teilmenge von
ist ein Erzeugendensystem. Dieses Beispiel zeigt, dass minimale
Erzeugendensysteme nicht unbedingt von minimaler Mächtigkeit
sein müssen, denn
und
sind Erzeugendensysteme von echt kleinerer Mächtigkeit. Im Allgemeinen wird
von einer nicht-leeren Teilmenge
erzeugt, wenn der größte
gemeinsame Teiler
aller Elemente aus
den Betrag
hat. Das zeigt der euklidische
Algorithmus, denn dieser produziert als Nebenprodukt eine Darstellung von
als ganze Linearkombination von Elementen aus
(und jede solche Linearkombination wird von
geteilt).
Zyklische Gruppen
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Besitzt eine Gruppe
ein einelementiges Erzeugendensystem
,
dann nennt man die Gruppe zyklisch
mit dem Erzeuger .
Hier gilt dann
,
das heißt die Gruppe besteht aus den ganzzahligen Potenzen des Erzeugers
.
Damit ist auch
ein Erzeugendensystem von .
Die zyklischen Gruppen können vollständig klassifiziert werden. Zu jeder
natürlichen Zahl
gibt es eine zyklische Gruppe
mit genau
Elementen und es gibt die unendliche zyklische Gruppe
.
Jede andere zyklische Gruppe ist zu einer dieser Gruppen isomorph.
Insbesondere ist
isomorph zur obigen additiven Gruppe der ganzen Zahlen und
ist isomorph zur Restklassengruppe
mit der Addition (modulo
)
als Verknüpfung. In dieser Restklassengruppe ist jede Zahl
,
die teilerfremd
zu
ist, ein Erzeuger. Ist
prim, dann
stellt sogar jede Zahl
einen Erzeuger dar.
Diedergruppe
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Ein Beispiel für eine Gruppe, die von mindestens zwei Elementen erzeugt wird,
ist die Diedergruppe
.
Die Diedergruppe ist die Isometriegruppe
eines regelmäßigen
-Ecks
in der Ebene. Sie besteht aus
Elementen, nämlich den
Drehungen
und den
Spiegelungen
.
Die Drehung
dreht das Polygon dabei um den Winkel
und die Spiegelung
spiegelt es an einer Achse, die im Winkel
geneigt ist. Ein Erzeugendensystem der Diedergruppe ist
,
denn jede Drehung kann durch wiederholte Anwendung von
dargestellt werden (die Drehungen bilden eine zyklische Untergruppe), das heißt
,
und jede Spiegelung durch Anwendung von
und einer nachfolgenden Drehung, also
.
Die Spiegelung
kann dabei auch durch eine beliebige andere Spiegelung
ersetzt werden. Die Diedergruppe besitzt auch das Erzeugendensystem
bestehend aus zwei Spiegelungen, denn die Drehung
hat die Darstellung
und
wurde bereits als Erzeugendensystem identifiziert. Statt
bilden auch zwei beliebige benachbarte Spiegelungen
ein Erzeugendensystem der Diedergruppe, denn es gilt auch
.
Gruppen rationaler Zahlen
Ein Beispiel für eine nicht endlich erzeugte Gruppe ist die Gruppe
der rationalen
Zahlen mit der Addition als Verknüpfung. Diese Gruppe wird beispielsweise
von der Menge der Stammbrüche
erzeugt. Sie lässt sich jedoch von keiner endlichen Menge
rationaler Zahlen erzeugen. Zu jeder solchen Menge lässt sich nämlich eine
weitere rationale Zahl
finden, die sich nicht als Summe der Zahlen
und ihrer Gegenzahlen
darstellen lässt. Hierzu wird einfach der Nenner der Zahl
teilerfremd zu den
Nennern der Zahlen
gewählt. Auch die Gruppe
der positiven rationalen Zahlen mit der Multiplikation als Verknüpfung ist nicht
endlich erzeugt. Ein Erzeugendensystem dieser Gruppe ist die Menge der Primzahlen
.
Triviale Gruppe
Die triviale
Gruppe ,
die nur aus dem neutralen Element
besteht, besitzt die beiden Erzeugendensysteme
und
.
Die leere Menge bildet ein Erzeugendensystem der trivialen Gruppe, da das leere Produkt von Gruppenelementen per Definition das neutrale Element ergibt.
Symmetrie
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Ein Erzeugendensystem
heißt symmetrisch, wenn
gilt. Jedem endlichen, symmetrischen Erzeugendensystem einer Gruppe kann man seinen Cayley-Graphen zuordnen. Unterschiedliche endliche, symmetrische Erzeugendensysteme derselben Gruppe geben quasi-isometrische Cayley-Graphen, der Quasi-Isometrie-Typ des Cayley-Graphen ist also eine Invariante endlich erzeugter Gruppen.
Präsentation von Gruppen
Allgemein kann eine Gruppe
als Bild
unter der kanonischen Abbildung
der freien Gruppe
über dem Erzeugendensystem
dargestellt werden, wobei
die Inklusion
fortsetzt. Dies erklärt die obige explizite Beschreibung des Erzeugnisses.
Weiterhin findet diese Interpretation wichtige Anwendungen in der
Gruppentheorie. Wir nehmen an, dass
surjektiv ist, das
heißt dass
von
erzeugt wird. Die Kenntnis des Kernes
von
bestimmt dann
bis auf Isomorphie eindeutig. In günstigen Fällen lässt sich der Kern selbst
wiederum durch Erzeuger
einfach beschreiben. Das Datum
legt dann
bis auf Isomorphie eindeutig fest.
Erzeugte Untergruppen
Die von einer beliebigen Menge
erzeugte Untergruppe von
wird mit
bezeichnet, sie besteht aus dem neutralen Element und allen endlichen Produkten
,
für die für
jeweils
oder
ist. Damit ist
ein symmetrisches Erzeugendensystem von .
Topologische Gruppen
In der Theorie der topologischen
Gruppen interessiert man sich in der Regel für abgeschlossene
Untergruppen und vereinbart daher, unter dem Erzeugnis einer Teilmenge
die kleinste abgeschlossene Untergruppe, die
enthält, zu verstehen.
Da die Verknüpfung und die Inversenbildung stetig sind, ist der Abschluss
des algebraischen Erzeugnisses
wieder eine Untergruppe von
.
Daher ist das Erzeugnis einer Teilmenge
einer topologischen Gruppe
der Abschluss des Gruppenerzeugnisses
.
Besitzt
als topologische Gruppe ein endliches Erzeugendensystem, so wird
auch als topologisch endlich erzeugt bezeichnet.
Da
in den ganzen
p-adischen Zahlen
dicht ist, wird
als topologische Gruppe von
erzeugt. Es ist also topologisch endlich erzeugt. Aus der Terminologie der proendlichen
Gruppen leitet sich ab, dass
prozyklisch ist.
Erzeugendensysteme in der Algebra
Ringe
Sei
ein kommutativer
Ring mit Eins.
Ein Erzeugendensystem eines Ideals
ist eine Menge
mit der Eigenschaft, dass sich jedes
als
mit ,
und
zerlegen lässt. Ein Ideal
heißt endlich erzeugt, wenn es eine endliche Teilmenge
mit
gibt. Ein Hauptideal ist ein von einer
einelementigen Menge erzeugtes Ideal. Insbesondere ist der Ring
ein Hauptideal, denn er wird von
erzeugt. Ein Ring ist noethersch
genau dann, wenn alle Ideale endlich erzeugt sind.
Moduln
Eine Teilmenge
eines (linken)
-Moduls
ist ein Erzeugendensystem, wenn sich jedes
als endliche Summe
mit ,
und
darstellen lässt. Eine analoge Definition gilt für rechte
-Moduln.
Ein
-Modul
heißt frei, wenn er ein
Erzeugendensystem bestehend aus linear unabhängigen Elementen besitzt.
Erzeugendensysteme in Maßtheorie und Topologie
σ-Algebren
In der Maß- und Integrationstheorie untersucht man sogenannte
σ-Algebren. Für eine
Grundmenge
und eine beliebige Teilmenge
der Potenzmenge von
bezeichnet
die von
erzeugte σ-Algebra, also die kleinste σ-Algebra auf
,
die alle Mengen aus
enthält. Sie wird konstruiert als der Durchschnitt aller
enthaltenden σ-Algebren auf
,
da es im Allgemeinen schwierig ist, das Erzeugnis als solches explizit
anzugeben. Man betrachtet zum Beispiel einen topologischen
Raum
und sucht in diesem eine kleinste σ-Algebra auf
,
die alle offenen Mengen enthält, also die von
erzeugte σ-Algebra
.
Die dadurch eindeutig bestimmte σ-Algebra heißt die Borelsche
σ-Algebra. Diese ist in der Integrationstheorie von zentraler
Bedeutung.
Topologien
In der Topologie
ist der Begriff des Erzeugendensystems mit dem der Subbasis gleichbedeutend.
Hierbei handelt es sich um ein Mengensystem
offener Teilmengen eines topologischen
Raumes
,
welches die Topologie
erzeugt. Dies bedeutet, dass aus den in
enthaltenen Elementen
allein durch die beiden Operationen der Bildung des Durchschnitts
endlich
vieler Mengen und der Bildung der Vereinigungsmenge
beliebig vieler Mengen jede offene Menge
erzeugt wird.
ist also dadurch gekennzeichnet, dass
die gröbste
Topologie auf der Grundmenge
ist, bezüglich welcher die Mengen in
alle offen sind. Mithin ist
der Durchschnitt aller Topologien auf
,
welche
enthalten.
Kann sogar die Topologie
aus
allein durch Bildung beliebiger Vereinigungsmengen erzeugt werden, so nennt man
eine Basis
der Topologie
Mengentheoretische Formulierung
Es sei eine Grundmenge
und ein System
von Teilmengen von
gegeben. Diese Teilmengen entsprechen dabei den Unterstrukturen von
,
die im Folgenden betrachtet werden. Sei weiter eine Menge
gegeben. Dann wird nach der kleinsten Menge
gefragt, so dass
gilt. Die Menge
ist dann der Erzeuger von
.
Ein solches Element
existiert und ist eindeutig bestimmt, sofern gilt
ist stabil unter beliebigen Durchschnitten, das heißt ist
eine nichtleere Teilmenge, so ist auch der Durchschnitt
.
- Es gibt mindestens ein Element
aus
mit der Eigenschaft
(meist gilt
).
Das Erzeugnis
hat dann die Darstellung
.
Dies trifft auf alle obigen Beispiele zu. Im Fall von Vektorräumen ist das
betrachtete Mengensystem
die Menge der Untervektorräume eines Vektorraums
und die Grundmenge ist
.
Im Fall von Gruppen ist
die Menge der Untergruppen einer Gruppe
und die Grundmenge ist
.
Im Fall der σ-Algebren ist
die Menge der σ-Algebren auf
und die Grundmenge
.
Dies gilt mutatis
mutandis auch für alle anderen genannten Beispiele.
Siehe auch
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 27.12. 2021