Isometrische Isomorphie
Isometrische Isomorphie beschreibt in der Funktionalanalysis einen Zusammenhang zwischen zwei unterschiedlichen Räumen, die geometrisch identisch sind.
Definition
Zwei normierte
Räume
und
sind isometrisch isomorph, wenn zwischen ihnen ein Vektorraumisomorphismus
existiert, der gleichzeitig eine Isometrie
ist, also
erfüllt. Man schreibt dann
.
Dies bedeutet, dass man die Räume eineindeutig miteinander identifizieren und
Längenmessungen im einen auf den anderen übertragen kann. Der Operator
übernimmt die Identifizierung von Elementen aus
mit Elementen aus
Die Isometrie von
sichert die Normerhaltung bei diesem Wechsel. Offenbar ist die Umkehrung
wieder eine isometrische Isomorphie.
Beispiele
- Jeder separable
unendlich-dimensionale
Hilbertraum ist
isometrisch isomorph zum Raum
aller Folgen mit der Eigenschaft, dass die Summe der Quadrate aller Folgenglieder endlich ist.
- Zwei Hilberträume sind genau dann isometrisch isomorph, wenn ihre Hilbertraumdimensionen übereinstimmen.
- Jeder normierte Vektorraum ist isometrisch isomorph zu einem Untervektorraum des
Raumes
der stetigen Funktionen auf einem geeignet gewählten kompakten topologischen Raum
nach
mit der Supremumsnorm.
- Nach dem Satz
von Banach-Mazur ist jeder separable, normierte Raum isometrisch isomorph
zu einem Unterraum des Raums
der stetigen Funktionen vom Einheitsintervall
nach
mit der Supremumsnorm.
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 05.06. 2019