Additive Funktion
Additive, subadditive und superadditive Funktionen sind mathematische Objekte. Es sind bestimmte Klassen von Funktionen. Lineare Abbildungen sind besondere additive Funktionen.
Definition
Eine Funktion
heißt additiv, wenn sie die Funktionalgleichung
erfüllt.
Sind Definitions-
und Zielbereich abelsche Gruppen, so
spricht man auch von -Linearität.
Sub- und Superadditive Funktionen
Ist
eine Halbgruppe mit der Verknüpfung
,
so heißt eine Abbildung
subadditiv, wenn für alle
und
aus
gilt:
.
Die Abbildung heißt superadditiv, wenn für alle
und
aus
gilt:
.
Beispiele
- Gemäß der Dreiecksungleichung sind Normen und Beträge stets subadditiv.
- Sublineare Funktionen sind subadditiv.
- Lineare Abbildungen sind additiv.
Eigenschaften
- Eine Abbildung ist genau dann additiv, wenn sie sowohl sub- als auch superadditiv ist.
- Ist
eine additive Funktion, so gilt für jede endliche Anzahl
von Elementen aus
:
-
- Entsprechendes gilt für Sub- und Superadditivität.
Definition in der Zahlentheorie
Bei zahlentheoretischen
Funktionen
betrachtet man als Verknüpfung auf
die Multiplikation. Eine zahlentheoretische Funktion heißt additiv, wenn
die Gleichung
für alle teilerfremden
und
gilt. Gilt dies sogar für alle
und
,
so heißt die Funktion streng additiv.
Eine ähnliche Einschränkung der Additivität (auf disjunkte statt beliebige Vereinigungen) gibt es in der Maßtheorie.
Siehe auch
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 23.06. 2021