K-10
NATO-Codname: AS-2 Kipper| K-10 | |
|---|---|
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| Kenngröße | Daten |
| Hersteller | Raduga & Mikojan TAM Tblisi |
| Länge | 10,0 m |
| Gefechtsgewicht | 4 200 kg |
| Durchmesser | 900 mm |
| Spannweite | 4 900 mm |
| Geschwindigkeit | 400 m/s |
| Antrieb | Milulin RD-9FK |
| Lenkung | Trägheitsnavigationsplattform plus Daten-Updates während des Marschfluges plus aktive Radarzielsuche |
| Gefechtskopf | nuklear oder konventionell |
| Indienststellung | 1961 |
Nach dem Konzept der Leitstrahllenkung arbeitender überschallschneller, flugzeuggestützter Seezielflugkörper.
Die Entwicklung begann 1955, die Indienststellung 1961. Der Flugkörper war extrem groß und hatte ungefähr die Größe eines kleinen Kampfjets.
Der USAF-Waffe "Hound Dog" ähnlich.
Der Flugkörper war unter dem Rumpf des Trägerflugzeugs, halb versenkt im Bombenschacht, an einem speziellen Gestell aufgehängt.
Das K-10-System wurde im August 1961 in Dienst gestellt. Die Produktion der Rakete begann im Werk Nr. 31 in Tiflis (die erste Serie und einige Einheiten wurden im Werk Nr. 256 gebaut), die des Trägerflugzeugs Tu-16K-10 im Werk Nr. 18 in Kuibyschew (insgesamt wurden 173 Flugzeuge gebaut). Gemäß den damals geltenden Standards verfügten die Marineflieger über eine Bewaffnung von zwei Raketen pro Flugzeug.
Versionen:- K-10: Prototyp
- K-10S: erste Serienversion (Reichweite ~200 km)
- K-10PP, K-10SP: ECM Versionen
- K-10SD: Version mit vergrößerter Reichweite (verbessertes Triebwerk, kleinerer Gefechtskopf)
- K-10SB: Version mit Nuklearsprengkopf
- K-10SN: Version für den Einsatz im Tiefflug, mit vergrößerter Reichweite
- K-10SNB: Version mit Nuklearsprengkopf und vergrößerter Reichweite
Mit der Außerdienststellung der Tu-16K im Jahr 1994 wurde die K-10 endgültig aus dem Inventar genommen.

Datum der letzten Änderung: Jena, den : 02.04. 2026
